Unwetter im Landkreis Aurich sorgt u.a. für Dachstuhlbrand Drucken
Geschrieben von: Manuel Goldenstein   

Blitzeinschlag sorgte für Dachstuhlbrand in Walle

Am Montagmorgen wurden die Feuerwehren Walle, Tannenhausen, Aurich und der in Middels stationierte Einsatzleitwagen des Kreises Aurich nach Walle in die Moordorfer Straße alarmiert. Durch das schwere Gewitter, das über Ostfriesland zog, kam es dort zu einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus. Es kam zu einem Dachstuhlbrand im vorderen Drittel des Hauses. Durch den raschen Einsatz von mehreren Trupps unter Atemschutzgerät im Gebäude, gelang es der Feuerwehr das Feuer in kürzester Zeit unter Kontrolle zu bringen. Von außen wurde über die Drehleiter ein kleiner Teil des Daches abgedeckt, um die Brandbekämpfung auch von dort vorzunehmen und eventuell weitere Brandnester ausfindig zu machen. Die Bewohner des Hauses kamen mit einem großen Schrecken durch den „gewaltigen Knall“ davon. Im Einsatz befanden sich 53 Einsatzkräfte der der Feuerwehr mit sieben Löschfahrzeugen, eine Streifenwagenbesatzung der Polizei und der Energieversorger. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde an.

Etwa zeitgleich gab es drei Alarmierungen für die Feuerwehr Norden. Hier kam es jeweils zu Überspannungsschäden, jedoch im kleineren Umfang ohne Feuer.

Die Feuerwehr Westerbur wurde um 6:00 Uhr zu einer Hilfeleistung zu einem Campingplatz gerufen. Hier musste Wasser von der Anlage gepumpt werden, um Sachschäden zu vermeiden.

 

Nachfolgender Text der Feuerwehr Norden von Thomas Weege:

Blitze schlagen in bewohnte Häuser ein

Ein schweres Gewitter ist in der Nacht zu Montag über Ostfriesland hinweggezogen. Gegen 5 Uhr erreichte es das Norder Stadtgebiet. Das Gewitter war von einer besonders hohen Blitzrate, Sturmböen und Starkregen geprägt. Um 5.24 Uhr erfolgte dann die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Norden. Wegen der heftigen Donnerschläge waren da schon viele Feuerwehrleute und Bürger wach. Im Haselweg war eine ältere Dame ebenfalls nach einem lauten Knall wach geworden. Im Hause machte sich Brandgeruch breit. Die Seniorin wählte darauf den Notruf. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass es sich eindeutig um einen Blitzeinschlag handelte, da zahlreiche Dachziegel und der Dachüberstand aus Beton am hinteren Giebel förmlich abgesprengt waren. Auffahrt und Garten lagen voller Trümmerteile. Im Haus war in einem Zimmer eine Anschlussdose für ein Fernsehkabel verschmort. Ein Folgebrand konnte jedoch nicht festgestellt werden. Die Feuerwehr kontrollierte das Gebäude und rief den Energieversorger hinzu.

Parallel zu diesem Einsatz meldeten Anwohner der Weißdornstraße Feuerschein auf einem Freigelände, welches sich in der Nähe zur ersten Einsatzstelle befand. Die Einsatzkräfte konnten dort jedoch kein Feuer feststellen. Hier handelte es um eine optische Täuschung die die Anruferin erlegen war. Sie hatte auf dem Gartengrundstück einen Scheinwerfer beobachtet, vor den durch den Sturm immer wieder Äste wehten. Dadurch entstand ein Flackerlicht, welches sie als Feuerschein deutete.

Auf dem Rückweg zum Feuerwehrhaus erreichte die Feuerwehrleute der dritte Einsatz in der Nacht. Eine Nachtwache eines Behindertenwohnheims im Dobbenweg hatte Brandgeruch im inneren des Heimes bemerkt. Hier fanden die Einsatzkräfte am Haupteingang eine Notausgangsleuchte, die verschmort war. Vermutlich ist der Schaden durch eine Überspannung nach Blitzeinschlag entstanden. Nach wenigen Minuten war die defekte Lampe ausgebaut und die Gefahr gebannt.

Bilder: Dachstuhlbrand in Walle

 

Bilder: Campingplatz Dornumersiel von Frank Loga

 

Eingesetzt in Walle

Feuerwehr Walle

Feuerwehr Tannenhausen

Feuerwehr Aurich

Feuerwehr Middels

 

Eingesetzt in Norden

Feuerwehr Norden

 

Eingesetzt in Dornumersiel

Feuerwehr Westerbur

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Mittwoch, 23. Mai 2018

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