Workshop: Nutzung von Schläuchen der Größe D im Löscheinsatz Drucken
Geschrieben von: Sammy   

Am Sonnabend hatte Johannes Dirksen, ehemaliger und  langjähriger Ortsbrandmeister der Südbrookmerlander Ortsfeuerwehr Oldeborg, eine für Feuerwehrangehörige interessante Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus in Uthwerdum organisiert. Thema war die Verwendung des D-Schlauches im Löscheinsatz.

Als Referent hatte Dirksen Dr.-Ing Holger de Vries aus Hamburg gewinnen können, dieser gilt als ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet und hat auch ein Fachbuch über dieses Thema veröffentlicht. Eine entsprechende Einsatztasche ist diesbezüglich auch nach ihm benannt worden.

Bei den deutschen Feuerwehren führt die Schlauchgröße D mit 25 mm Durchmesser eher ein Schattendasein, z.B. an der Kübelspritze in einer fünf Meter langen Version. Im europäischen Ausland als auch auf dem amerikanischen Kontinent gehört die Verwendung des D-Schlauches zum Tagesgeschäft.

In Deutschland werden im Löscheinsatz vorwiegend die Schlauchgrößen C (52 bzw. 42 mm) und B (75 mm) verwendet, die in bestimmten Situationen auf Grund ihrer Größe und ihres Gewichts aber schwer handhabbar sind. Bei Bränden in Gebäuden oder bei Vegetationsbränden stellt dies eine Erschwernis für die Einsatzkräfte dar.

Holger de Vries legte einem theoretischen Teil der Veranstaltung dar, dass in bestimmten Druckbereichen mit einem D-Schlauch und D-Strahlrohren die gleiche Wassermenge auf die Brandstelle gebracht werden kann wie mit dem üblicherweise verwendetem C-Schlauch. Im praktischen Teil konnten dann die Teilnehmer den direkten Vergleich zwischen C- und D-Schlaucheinsatz vornehmen.

Der Referent wies ausdrücklich darauf hin, dass der von ihm aufgezeigte Einsatz des D-Schlauches im Löschangriff keine Konkurrenz zu den größer dimensionierten Schläuchen darstellt, sondern eine sinnvolle weitere Option der Durchführung einer Brandbekämpfung in entsprechenden Situationen sein soll.

Nach rund vier Stunden endete die Veranstaltung. Es kann das Fazit gezogen werden, dass die Teilnehmer aus verschiedenen Feuerwehren und Führungskreisen sehr beeindruckt waren; es wurden teilweise schon Überlegungen angestellt, wie man die gewonnenen Erkenntnisse in die tägliche Arbeit der Ortsfeuerwehren einfließen lassen könnte.


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Montag, 23. Oktober 2017

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