Zusammenfassung: Wetterchaos am letzten Wochenende Drucken
Geschrieben von: mario Rolfs, Michael Engelbarts-Bremer, Pascal Coordes, Thomas Weege + Sammy Fotos: Feuerwehr   

Rund 200 Feuerwehreinsätze gab es vom Samstagabend bis in den Sonntag im Landkreis Aurich infolge des Unwetters zu bewältigen. Hier eine kleine Zusammenstellung über die Vorkommnisse in den betroffenen Kommunen in alphabetischer Reihenfolge sie ist möglicherweise nicht vollständig:


Aurich

Das Auricher Stadtgebiet war mit Abstand am schwersten von den Wetterereignissen betroffen. Rund 150 Einsätze mussten abgearbeitet werden. Zur Unterstützung der zehn Ortsfeuerwehren wurden auch drei Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Südbrookmerland eingesetzt, ebenso das THW Aurich. Zur Versorgung der rund 300 Einsatzkräfte waren die DRK-Bereitschaften Aurich und Südbrookmerland im Einsatz.

Eingesetzt:
Feuerwehr Aurich
Feuerwehr Brockzetel
Feuerwehr Haxtum
Feuerwehr Middels
Feuerwehr Plaggenburg
Feuerwehr Sandhorst
Feuerwehr Tannenhausen
Feuerwehr Walle
Feuerwehr Wallinghausen
Feuerwehr Wiesens
Feuerwehr Uthwerdum
Feuerwehr Victorbur
Feuerwehr Wiegboldsbur
THW Aurich
DRK-Bereitschaft Aurich
DRK-Bereitschaft Südbrookmerland


Brookmerland

Im Woldeweg in Osteel waren Äste auf die Fahrbahn gestürzt, im Alten Postweg schmorte ein Stromzählerkasten, in Marienhafe schlug ein Blitz in ein Dach ein.

Eingesetzt:
Feuerwehr Marienhafe
Feuerwehr Osteel


Dornum

In der Ortschaft Dornum standen einige Straßenzüge unter Wasser, das Wasser drohte in Wohnhäuser einzudringen. Der Cmpingplatz in Dornumersiel stand unter Wasser. Rund zehn Einsätze mussten die vier Ortsfeuerwehren hier leisten. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte die DRK-Bereitschaft Dornum.

Eingesetzt:
Feuerwehr Dornum
Feuerwehr Nesse
Feuerwehr Neßmersiel
Feuerwehr Westerbur
DRK-Bereitschaft Dornum


Großefehn

In der schweren Gewitternacht zum Sonntag kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Postweg in Spetzerfehn. Ein Fahrzeug kam bei dem Starkregenereignis von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr West-/Mittegroßefehn & Ulbargen befand sich auf der Anfahrt zu einem anderen Einsatz und wurde direkt zum Verkehrsunfall alarmiert. Die Feuerwehr Wiesmoor rückte mit dem Rüstwagen zur Unterstützung an. Trotz der schnell eingeleiteten Rettungs- und Reanimationsmaßnahmen zusammen mit der Polizei und dem Rettungsdienst erlag der Fahrer noch an der Unfallstelle den schweren Verletzungen. Die Feuerwehr barg das Fahrzeug und kontrollierte im Verlauf der Rettungsarbeiten, ob sich noch weitere Personen im Fahrzeug befanden. Dies bestätigte sich nicht. Die Einsatzstelle wurde von der Feuerwehr während der Rettungsarbeiten voll gesperrt und ausgeleuchtet. Nach etwa zwei Stunden konnten die letzten Rettungskräfte der Feuerwehr abrücken.

Eingesetzt:
Feuerwehr West-/Mittegroßefehn & Ulbargen
Feuerwehr Wiesmoor


Hage

Im Bereich Hage musste die Feuerwehr zu zwei Einsätzen ausrücken, um Wasserschäden zu beseitigen.

Eingesetzt:
Feuerwehr Hage


Hinte

Nach sehr starken Regenfällen kam es am frühen Sonntagmorgen in Hinte-Haskamp zu schweren Überschwemmungen. Daraufhin wurde um 03.08 Uhr die Feuerwehr Hinte von der Leitstelle Ostfriesland alarmiert. An der Einsatzstelle sahen sich die Einsatzkräfte enormen  Wassermassen gegenüber. Ganze Straßen standen komplett unter Wasser, dieses lief dann in zahlreiche  Keller. Besonders problematisch war, dass das Wasser aus der Kanalisation ebenfalls hochdrückte.

Aufgrund dieser Lage wurden nach kurzer Zeit die Feuerwehren aus Loppersum  und Osterhusen nachalarmiert. Die ca. 40 Einsatzkräfte, die mit sechs Fahrzeugen vor Ort waren, setzten alle verfügbaren Pumpen ein, um den Anwohnern zu helfen. Im Cirksenaweg mussten Sandsäcke ausgelegt werden, damit das Wasser nicht in die Häuser lief. Erst gegen 07.00 Uhr konnten die letzten Kräfte zu ihren Standorten zurückkehren.

Eingesetzt:
Feuerwehr Hinte
Feuerwehr Loppersum
Feuerwehr Osterhusen

 

Ihlow

In der Nacht zu Sonntag wurden die Feuerwehren aus Ochtelbur, Riepe und Ihlowerfehn in mehreren Schritten ab 22:30 Uhr in die Ortsteile Westerende-Kirchloog und Ludwigsdorf alarmiert. Dort standen aufgrund der Regenmassen mehrere Keller und Wohnungen unter Wasser. Insgesamt wurde bei neun Haushalten Wasser abgepumpt sowie der Brand einer Heizungsanlage infolge des Wassereinbruchs verhindert.
Der Einsatz konnte gegen 04:30 Uhr beendet werden. Joachim Ehmen Bilder

Eingesetzt:
Feuerwehr Ihlowerfehn
Feuerwehr Ochtelbur
Feuerwehr Riepe

 

Krummhörn

In der Nacht zu Sonntag wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Eilsum-Grimersum und Visquard zu einem Wasserschaden in die Straße "Am Vierkant" in Grimersum alarmiert. In einem Gebäude drang Wasser nach oben. Die Einsatzkräfte konnten nach kurzer Zeit wieder einrücken.

Eingesetzt:
Feuerwehr Eilsum-Grimersum
Feuerwehr Visquard


Norden

Am Samstagabend gab der Deutsche Wetterdienst um 22.09 Uhr eine Unwetterwarnung für die Küste und das Binnenland im Landkreis Aurich heraus. Gewarnt wurde vor starken Gewitter mit all seinen Begleiterscheinungen, wie Starkregen, Sturmböen und Hagel. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits jedoch die ersten Bäume auf Nordens Straßen und die Freiwillige Feuerwehr Norden war schon im Einsatz.

Gegen 21.20 Uhr fegte eine erste Gewitterfront über den Landkreis. In den Norder Ortsteilen Süderneuland I und II kam es durch Sturmböen zu diversen Schäden. Hauptsächlich betroffen war der Gewerbe- und Dienstleistungspark Leegemoor. Um 21.34 Uhr erfolgte die erste Alarmierung für die Norder Wehr. In der Molkereistraße war eine stattliche Birke umgestürzt. Der Baum war auf einen Carport gefallen, unter dem noch ein Pkw stand. Weiterhin versperrte der Baum Fahrbahn und Gehweg. Die Besatzung eines Löschfahrzeugs zog den Baum von dem Carport runter und zerlegte den Baum. Nach rund einer Stunde war dieser Einsatz erledigt. Das abgestellte Cabrio erlitt Schäden.

Die ebenfalls dorthin ausgerückte Drehleiter übernahm den nächsten Einsatz. In der Stellmacherstraße war ebenfalls ein Baum umgestürzt und blockierte die Straße. Gemeinsam mit dem nachfolgenden Löschfahrzeug wurde auch dieses Hindernis beseitigt.

Autofahrer meldeten während diesen Einsatzes zwei weitere umgestürzte Bäume am Südring und in der Buchdruckerstraße. Letzterer war ein junger Baum, der samt Wurzelwerk auf einen Zaun gestürzt war. Er blockierte nur den Gehweg. Diese Einsatzstelle wurde daher an den Baubetriebshof der Stadt Norden übergeben. Möglicherweise kann der Baum wieder aufgerichtet werden.

Bei dem Baum am Südring handelte es sich um mehrere armdicke Äste die in die Fahrbahn ragten. Diese wurden mit einer Handsäge von der Feuerwehr entfernt.

Den letzten Sturmschaden in dieser Nacht beseitigten die Feuerwehrleute gegen 23 Uhr ebenfalls am Südring bei einer dort ansässigen Lackiererei. Dort hatten die Sturmböen eine Dachluke aufgerissen. Hierdurch regnte es in die Halle hinein, wodurch eine teure Lackierkabine drohte Schaden zu nehmen. Mit Hilfe der Drehleiter konnte die Luke geschlossen und gesichert werden.

Die Einsatzkräfte rückten daraufhin wieder ein. Die Rückfahrt zum Hilfeleistungszentrum gestaltete sich dann jedoch schwierig. Anhaltender Starkregen hatte diverse Straßen überflutet, wodurch es nur in ganz langsamer Fahrt voranging.

Während die Einsatzkräfte ihre Gerätschaften wieder einsatzbereit machten, kamen Mitarbeiter eines Restaurants in der Großen Neustraße in der Innenstadt zum Hilfeleistungszentrum. Das Lager ihres Restaurants war überflutet und alleine konnten die Mitarbeiter der Lage die nicht Herr werden. Die Feuerwehr rückte erneut aus und saugte das Wasser mit einem Nasssauger aus den Lagerräumen.

Währenddessen kam die Meldung über einen weiteren Wasserschaden in der Osterstraße rein. In einer Oberwohnung in einem Wohn- und Geschäftshaus war es ebenfalls zu einem massiven Wasserschaden gekommen. Weitere Kräfte wurden alarmiert. Hier konnte die Feuerwehr jedoch nicht helfen, da die Quelle ein nicht erreichbares Entwässerungsrohr des Daches war.

Im Anschluss ging es in den Domänenweg. Dort war Wasser in den Keller eines Einfamilienhauses gelaufen. Auch hier konnte mit einem Nasssauger geholfen werden.

Gegen 03.00 Uhr konnten die Feuerwehrleute dann endlich heimkehren. Jedoch hielt die Nachtruhe nur kurz an. Um 4.54 Uhr war die Hilfe der Norder Wehr erneut gefragt. Einsatzort war wieder eine Oberwohnung in einem Wohn- und Geschäftshaus diesmal jedoch im Neuen Weg. Auch hier war es zu einem erheblichen Wasserschaden durch eine verstopfte Dachentwässerung gekommen. Die Einsatzkräfte konnten diese frei bekommen, so dass das Regenwasser ordnungsgemäß ablaufen konnte.

Nach somit insgesamt neun unwetterbedingten Einsätzen war die Einsatznacht gegen 6 Uhr für die Norder Wehr beendet.

Eingesetzt:
Feuerwehr Norden


Südbrookmerland

Die Feuerwehr Uthwerdum wurde gegen 22:20 Uhr nach Georgsheil in den Ligusterweg alarmiert. Dort konnte die Kanalisation die großen Wassermengen nicht kurzfristig aufnehmen; das Wasser drohte, in ein Wohnhaus einzudringen.

Eingesetzt:
Feuerwehr Uthwerdum

 

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

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