Zwei Einsätze nacheinander für die Feuerwehr Norden Drucken
Geschrieben von: Marina Klaassen + Thomas Weege Fotos: Thomas Weege   

Am Freitagnachmittag, gegen 17:20 Uhr, wurde die Schlüsseldienstgruppe der Feuerwehr Norden zu einem Anliegen in die Straße Teltingskamp gerufen, es wurde eine hilflose Person hinter verschlossener Tür vermutet. Die anwesende Polizei sowie der Rettungsdienst des Landkreises Aurich hatten bereits ein auf „kipp“ stehendes Fenster entdeckt, welches durch die Feuerwehr mit Spezialwerkzeug geöffnet wurde. Im Inneren war dann niemand auffindbar, sodass nach relativ kurzer Zeit der Folgeeinsatz am Norddeicher Strand angefahren werden konnte:

Ein achtjähriger Junge aus Nordrhein-Westfalen ist am späten Freitagnachmittag im Watt vor Norddeich auf Entdeckungstour gegangen und hat sich dabei in große Gefahr begeben. Denn die Flut lief bereits wieder auf und der Wasserstand stieg hinter dem Burschen unbemerkt an.

Die aufgeregten Eltern wählten gegen 17.30 Uhr den Notruf 112 und setzen somit einen Großeinsatz zahlreicher Rettungskräfte in Gang. Letztlich ging jedoch alles glimpflich aus.

Der junge Urlauber war mit seinen Eltern am Strand unterwegs. Der Junge lief dabei immer weiter ins Watt hinaus. Auf die energischen und mahnenden Worte seiner Eltern reagierte er irgendwann nicht mehr, was sowohl am starken Wind als auch der Unbedachtheit des Kindes gelegen haben dürfte. Irgendwann verloren die Eltern ihren Sohn was vollständig aus der Sicht, als er hinter einem Steinwall, einer sogenannten Buhne, verschwand. Da hatte sich der Junge bereits über 600 Meter vom Strand entfernt.

Während sich der Junge für Muscheln und Schlamm begeisterte, überkam die Eltern die Angst. Während der Vater, selbst freiwilliger Feuerwehrmann in seiner Heimat, sich selbst auf den Weg machte und seinem Sohn nacheilte, informierte die Mutter per Handy die Leitstelle Ostfriesland in Wittmund. Darauf erfolgte die Alarmierung von Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und einem Offshore-Rettungshubschrauber mit Seilwinde.

Doch als die ersten Kräfte der Feuerwehr Norden sowie des Rettungsdienstes eintrafen, hatte der Vater seinen Sprössling erreicht und bereits den Rückweg angetreten. Als sie kurz vor dem sicheren Strand waren, konnte für alle übrigen Rettungskräfte der Einsatz abgebrochen werden.

Eingesetzt:
Feuerwehr Norden


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Mittwoch, 23. August 2017

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