Notrufmißbrauch kann teuer werden Drucken
Geschrieben von: Sammy   

Offenbar ist es mal wieder an der Zeit darauf hinzuweisen, dass die gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe der Kommunen im Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistungen im Landkreis Aurich ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern sichergestellt wird, eine Berufsfeuerwehr gibt es im Landkreis Aurich nicht. Diese freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Aurich werden jedes Jahr weit mehr als eintausend Mal zu Notfalleinsätzen alarmiert.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren erledigen diese selbstauferlegte, teilweise sehr gefährliche Pflicht gerne und aus Überzeugung, das Richtige zu tun. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit: Wenn das Alarmsignal der Funkmeldeempfänger ertönt, lassen die Feuerwehrleute alles Stehen und Liegen, sei es an der Arbeitsstelle, zuhause oder wo auch immer. Nachts, egal zu welcher Uhrzeit, springen sie aus dem Bett und machen sich auf den Weg. Am nächsten Morgen müssen auch sie dann, wenn irgendwie möglich, wieder zu ihren Arbeitsstellen.

Ärgerlich sind daher immer wieder die häufigen Fehlalarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen, die letztlich ein Einschreiten der Feuerwehr doch nicht erforderlich machen.

Als besonders „schäbig“ erweisen sich aber immer mal wieder Zeitgenossen, denen es offenbar Spaß bereitet, mutwillig Brandmeldeanlagen auszulösen. So erging es in den letzten drei Tagen den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Aurich. Insgesamt dreimal wurden sie zu ausgelösten Brandmeldeanlagen alarmiert. In zwei Fällen waren absichtlich, aber ohne Grund, Handdruckmelder eingeschlagen und betätigt worden, so dass die Wehr unnötig alarmiert werden musste.

Die Feuerwehr weist daraufhin, dass dies kein Spaß ist, sondern eine Straftat nach § 145 des Strafgesetzbuches darstellt. Diese kann mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft werden. Zudem erhebt die Kommune, in diesem Fall die Stadt Aurich, eine Pauschalgebühr von 500 Euro für den Feuerwehreinsatz, es kann also ein teurer „Spaß“ werden.


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Sonntag, 30. April 2017

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